Historie

Kapitel 1

Historie

Im Jahre 1973 beschlossen 12 Brüder Meister, in Wiesbaden eine neue Freimaurerloge zu gründen. Nach umfangreichen Vorarbeiten, der Erstellung einer Satzung und der Anschaffung von freimaurerischen Gebrauchsgegenständen, war es dann soweit, dass die neue Loge ihre Arbeit aufnehmen konnte.

Das Konstitutionspatent der Vereinigten Großlogen von Deutschland wurde ihr unter der Matrikelnummer 930 am 19. Januar 1974 erteilt.

Die neue Loge trägt den Namen“HUMANITAS zu den drei LlLIEN“ im Orient von Wiesbaden. Sie hat sich der Lehrart der Großloge A.F.u.A.M. v. D. (Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland) unterstellt.

Bearbeitet werden die drei Grade der sogenannten „blauen Logen“: Lehrling, Geselle und Meister.

Der von den Gründungsmitgliedern gewählte Logennamen sollte Programm sein. HUMANITAS steht für die Wurzeln in der Humanität und die DREI LILIEN aus dem Stadtwappen von Wiesbaden für die Verankerung in ihrer Wirkungsstätte.

Mit der feierlichen Lichteinbringung am 11. Mai 1974 wurde die Loge in Arbeit gesetzt.

In den ersten beiden Jahren arbeitete die Loge HUMANITAS zu den drei LILIEN in einem Wiesbadener Privathaus. Danach erfolgte der Umzug in das Hotel Oranien. Nach zwanzig Jahren interessanten Logenlebens musste die Loge sich eine neue Bleibe suchen, da das Hotel Oranien in neue Besitzverhältnisse überging und sich zu einem Kongress- und Tagungshotel entwickelte. So fanden wir im Logenhaus Friedrichstraße 35 in Wiesbaden unsere neue Wirkungsstätte. Dort sind in brüderlicher Eintracht heute sechs Logen ansässig. Für einige Brüder war dieser Wechsel eine Rückkehr in die Räume ihrer „Mutterloge“ Plato zur beständigen Einigkeit.

Freimaurer Wiesbaden

Kapitel 2

Ziele und Wesensmerkmale der Arbeit einer Freimaurerloge

Der Mittelpunkt und das Ziel der Maurerei ist die innere Wandlung und geistige Vervollkommnung des Menschen. Hierzu bedient sich die Loge althergebrachter Rituale und aussagestarker Symbole.

Als geistiges Forum werden Vorträge erarbeitet, gehalten und in brüderlicher Runde diskutiert. Die Inhalte und Ansprüche der Vorträge und Diskussionsabende können ganz verschiedene Themen haben, sollen aber möglichst in Bezug auf die Freimaurerei stehen.

Tempelarbeiten sind rituelle und symbolische Arbeiten. Der Begriff Tempelarbeit leitet sich vom Bau des Salomonischen Tempels her, des ersten, dem Einen Gott geweihten Tempels. Die überwiegenden Symbole, die in einer Tempelarbeit angesprochen werden, sind den mittelalterlichen Bauhütten entlehnt und mit tiefgreifenden Inhalten versehen.

Wechselgespräche zwischen dem Meister vom Stuhl (Logenvorsitzender) und seinen Aufsehern verdeutlichen die Pflichten und Forderungen des freimaurerischen Geistesgutes im Bewusstsein der Bruderschaft. Musik umrahmt die Tempelarbeit und stellt eine besondere Atmosphäre her. Ein Vortrag vertieft die Arbeit und hat oft philosophischen Inhalt. Die Aufforderung, an sich selbst zu arbeiten, einer sittlichen Haltung gerecht zu werden und Toleranz und Brüderlichkeit zu üben.

Auch die Geselligkeit kommt in unserer Loge nicht zu kurz. Ausflüge, Musikabende, Dichterlesungen und geselliges Beisammensein fördern die Bindung untereinander.

Zum Namen unserer Loge gehört die Humanitas. Das umschließt Unterstützung von Projekten oder humanitären Aufgaben im Rahmen unserer Möglichkeiten. Es kann aber auch einmal tatkräftige Förderung bedeuten.